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Name des Begriffes: Nichteheliche Lebensgemeinschaften
Beschreibungen des Begriffes:

Nichteheliche Lebensgemeinschaften

Nichteheliche Lebensgemeinschaften (NEL) machen mittlerweile neun Prozent der Familien mit Kindern aus. Während in Westdeutschland NEL nur sieben Prozent ausmachen, sind es in Ostdeutschland 20 Prozent. Anders als in Ehen müssen sich nicht verheiratete Paare nach der Geburt um die Vaterschaftsanerkennung und die Regelung des Sorgerechts kümmern, ansonsten hat die Mutter die alleinige Sorge inne. Sie werden nicht gemeinsam steuerlich veranlagt und profitieren daher auch nicht vom Ehegattensplitting. Die kostenlose Mitversicherung bei dem/der Partner/-in in der gesetzlichen Krankenkasse ist nicht möglich. Für den Fall des Todes oder der Trennung ist bei Partner/-innen einer NEL kein Versorgungs- und Zugewinnausgleich vorgesehen. Sie sind einander nicht zum Unterhalt verpflichtet, mit Ausnahme eines dreijährigen Betreuungsunterhalts nach der Geburt eines Kindes. Erbrechtlich gilt der/die Lebensgefährte/-in als Fremde/r, mit entsprechender Schlechterstellung hinsichtlich der Freibeträge und Steuerklassen, und muss testamentarisch eigens als Erbe/-in eingesetzt werden.


Wichtig für nicht verheiratete Eltern ist eine Regelung des Sorgerechts, durch die die gemeinsame elterliche Verantwortung gestärkt wird, die Koppelung der Familienförderung an das Vorhandensein von Kindern (Kindergrundsicherung) und die Gleichstellung mit Ehepartner/-innen im Steuer- und Sozialrecht.

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