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Name des Begriffes: Betreuungsausbau
Beschreibungen des Begriffes:

Betreuungsausbau

Mütter und Väter brauchen Rahmenbedingungen, die ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Die notwendige Betreuung der Kinder soll sich aber nicht nur an dem Bedarf der arbeitenden Eltern orientieren, sondern muss sich vor allem an den Bedürfnissen und Ansprüchen der Kinder ausrichten.

Das Zukunftsforum Familie fordert, dass Kinder nicht erst ab dem ersten Lebensjahr, sondern ab Geburt einen Rechtsanspruch auf Betreuung erhalten. Zudem muss sich der Anspruch auf ein ganztägiges und ganzjähriges Angebot mit verlässlichen Öffnungszeiten beziehen. Dabei muss nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität geachtet werden: Notwendig sind qualifiziertes Personal, kleine Gruppen und gesicherte Standards für die pädagogische Arbeit. Erzieher/-innen müssen den gestiegenen Qualitätsansprüchen gemäß besser bezahlt werden.

Dies gilt in gleicher Weise für die Tagespflegeangebote. Auch hier fordert das Zukunftsforum Familie qualitative Standards für die Aus- und Weiterbildung sowie für die Arbeitssituation von Tagespflegekräften. Tagesmütter und –väter sollten zudem fachlich wie strukturell stärker an Krippen, Kitas oder Eltern-Kind-Zentren angebunden werden.

Fach- und Wohlfahrtsverbände wie die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Zukunftsforum Familie (ZFF), Caritas oder die Gewerkschaft GEW fordern seit längerem ein Bundesqualitätsgesetz, in dem länderübergreifend Standards für die Kindertagesbetreuung festgeschrieben werden. Gefordert werden eine bessere Fachkraft-Kind Relation, ausreichende Vor- und Nachbereitungszeit für pädagogische Fachkräfte, hinreichende Freistellung von Kita-Leitungen für Führungsaufgaben sowie genügend Zeit für Fort- und Weiterbildungen. Dafür ist eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund, Länder und Kommunen notwendig.

Die Koppelung des Krippenausbaus mit der Einführung eines Betreuungsgeldes für Eltern lehnt das Zukunftsforum Familie ab. Damit werden Fehlanreize gesetzt, Kinder von frühkindlicher Bildung und Förderung fernzuhalten.

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