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Name des Begriffes: Alleinerziehende
Beschreibungen des Begriffes:

Alleinerziehende

Gut 20 Prozent der Familien mit Kindern in Deutschland sind Alleinerziehende, wobei ihr Anteil in Ostdeutschland mit 26 Prozent um acht Prozent höher ausfällt als in Westdeutschland. Alleinerziehende sind zu 90 Prozent Frauen und haben zu 70 Prozent nur ein Kind unter 18 Jahren. Zwei Drittel der alleinerziehenden Frauen sind erwerbstätig. Sie arbeiten auch deutlich häufiger Vollzeit als Mütter in Paarbeziehungen. Dennoch können Alleinerziehende vielfach ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Erwerbstätigkeit finanzieren und bilden die am stärksten armutsgefährdete Gruppe. Eine Million Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten sind von Armut bedroht. Auch der SGB II-Bezug von Alleinerziehenden ist hoch: So beziehen mehr als 40 Prozent Leistungen nach dem SGB II.
Alleinerziehende sind noch mehr als andere Familienformen auf ein verlässliches Unterstützungsangebot angewiesen. Sie benötigen einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Kinderbetreuung, bessere Betreuungsmöglichkeiten zu Randzeiten und Ganztagsschulen. Sie profitieren von Maßnahmen zur Schaffung von Entgeltgleichheit und gesetzlichen Mindestlöhnen. Auch steuerliche Maßnahmen wie die Erhöhung des Entlastungsbetrages zum 1. Januar 2015 unterstützen Alleinerziehende und ihre Kinder. Und schließlich würde sie eine Kindergrundsicherung entlasten, die ihre Kinder unabhängig von Unterhaltszahlungen oder staatlichem Unterhaltsvorschuss absichert.

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